Produkthinweise

  • Arzneimittel zur Hemmung der Zusammenlagerung von Blutplättchen
  • Bei bestimmten Herz und Gefäßerkrankungen
  • Nach ärztlicher Verordnung im Rahmen einer medizinischen Behandlung
PZN: 19430921
Marke ADGC
Hersteller: Zentiva Pharma GmbH
Darreichung Tabletten

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Informationen

Pflichttext

ASS 100 ADGC® 100 mg Tabletten

Wirkst.: Acetylsalicylsäure.  Anw.-geb.: instabile Angina pectoris, als Teil der Standardtherapie. Akuter Myokardinfarkt, als Teil der Standardtherapie. Reinfarktprophylaxe. Nach arteriellen gefäßchirurgischen oder interventionellen Eingriffen (z. B. nach ACVB, bei PTCA), zur Vorbeugung von transitorischen ischämischen Attacken (TIA) und Hirninfarkten, nachdem Vorläuferstadien aufgetreten sind. Kawasaki-Syndrom: zur Entzündungshemmung für die Dauer der febrilen Phase und zur prophylaktischen Thrombozytenaggregationshemmung bei koronararteriellen Aneurysmen. ASS 100 ADGC® eignet sich auf Grund seines Wirkstoffgehaltes nicht zur Behandlung von Schmerzzuständen. Warnh.: Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Apothekenpflichtig.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren  Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Pharmazeutischer Unternehmer:
Zentiva Pharma GmbH, 65927 Frankfurt am Main.

Stand: Dezember 2025

Produktdetails

Anwendungsgebiet

ASS 100 ADGC® 100 mg Tabletten

ASS 100 ADGC® 100 mg Tabletten enthält den Wirkstoff Acetylsalicylsäure, der u.a. das Zusammenhaften und Verklumpen von Blutplättchen (Thrombozyten) hemmt und beugt dadurch der Entstehung von Blutgerinnseln (Thromben) vor (Thrombozytenaggregationshemmung).

ASS 100 ADGC® 100 mg Tabletten wird angewendet:

  • bei instabiler Angina pectoris (Herzschmerzen aufgrund von Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen) – als Teil der Standardtherapie
  • bei akutem Herzinfarkt – als Teil der Standardtherapie
  • zur Vorbeugung eines weiteren Herzinfarktes nach erstem Herzinfarkt (zur Reinfarktprophylaxe)
  • nach Operationen oder anderen Eingriffen an arteriellen Blutgefäßen (nach arteriellen gefäßchirurgischen oder interventionellen Eingriffen, z.B. nach aortokoronarem VenenBypass [ACVB], bei perkutaner transluminaler koronarer Angioplastie [PTCA])
  • zur Vorbeugung von vorübergehender Mangeldurchblutung im Gehirn (TIA: transitorisch ischämische Attacken) und Hirninfarkten, nachdem Vorläuferstadien (z.B. vorübergehende Lähmungserscheinungen im Gesicht oder der Armmuskulatur oder vorübergehender Sehverlust) aufgetreten sind.
  • beim Kawasaki-Syndrom (eine seltene, akut fieberhafte Erkrankung im Kindesalter, die unter anderem Haut und Lymphknoten befällt):
    o zur Entzündungshemmung während der Fieber-Phase,
    o zur Vorbeugung gegen Blutgerinnsel bei Wandveränderungen der Herzkranzgefäße (prophylaktische Thrombozytenaggregationshemmung bei koronararteriellen Aneurysmen).


Hinweis: ASS 100 ADGC® 100 mg Tabletten eignet sich nicht zur Behandlung von Schmerzzuständen.

Die Anwendung erfolgt in der Regel über einen längeren Zeitraum und unter ärztlicher Kontrolle.

Wirkstoffe / Inhaltsstoffe / Zutaten

ASS 100 ADGC® 100 mg Tabletten enthält:

Der Wirkstoff ist: Acetylsalicylsäure. Jede magensaftresistente Tablette enthält 100mg Acetylsalicylsäure (Ph.Eur.).

Die sonstigen Bestandteile sind: Vorverkleisterte Maisstärke, Cellulosepulver, Croscarmellose-Natrium, Glycin, Talkum.

Gegenanzeigen

Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber einen der oben genannten Inhaltsstoffe sollte dieses Produkt nicht angewendet werden.

Mögliche Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann auch ASS 100 ADGC® 100 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Beobachtet wurden unter anderem:

  • Magen Darm Beschwerden (z. B. Sodbrennen, Übelkeit)
  • in seltenen Fällen Magen Darm Blutungen oder allergische Reaktionen


Eine vollständige Auflistung finden Sie in der Packungsbeilage.

ASS 100 ADGC® darf nicht angewendet werden bei

  • Überempfindlichkeit gegen Acetylsalicylsäure
  • bestehenden oder wiederkehrenden Magen Darm Geschwüren
  • erhöhter Blutungsneigung
  • bestimmten schweren Erkrankungen (siehe Gebrauchsinformation)


Bitte lesen Sie vor der Anwendung die Gebrauchsinformation sorgfältig durch.

Dosierung

Anwendungsempfehlung von ASS 100 ADGC® 100 mg Tabletten:

  • Übliche Dosierung: 1 Tablette (100 mg) täglich, sofern vom Arzt nicht anders verordnet
  • Die Einnahme erfolgt nach einer Mahlzeit mit ausreichend Flüssigkeit
  • Die Tablette sollte unzerkaut geschluckt werden
  • Dauer und Art der Anwendung legt der behandelnde Arzt fest

Einnahme

  • Zur oralen Einnahme.
  • Diese Tabletten sollten möglichst nach einer Mahlzeit eingenommen werden - sie sollten mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt werden.
  • Diese Tabletten sollten nicht auf nüchternen Magen eingenommen werden.
  • Bei der Verabreichung bei akutem Myokardinfarkt sollte die erste Tablette vor dem Schlucken zerkaut werden.
  • Dieses Arzneimittel ist für die Langzeiteinnahme bestimmt. Der behandelnde Arzt entscheidet über die Dauer der Anwendung.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor sie das Arzneimittel einnehmen,

      • bei einer Überempfindlichkeit (Allergie) gegen andere schmerz- und entzündungshemmende Arzneimittel, andere Arzneimittel gegen Rheuma oder gegen andere Allergie auslösende Stoffe.
      • bei gleichzeitiger Einnahme von nichtsteroidalen Entzündungshemmern, wie zum Beispiel Ibuprofen und Naproxen (Arzneimittel gegen Schmerzen, Fieber oder Entzündungen).
      • bei Bestehen von anderen Allergien (z.B. mit Hautreaktionen, Juckreiz, Nesselfieber).
      • bei Asthma bronchiale, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen (Nasenpolypen) oder chronischen Atemwegserkrankungen.
      • bei gleichzeitiger Behandlung mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln (z.B. Cumarinderivate, Heparin -mit Ausnahme niedrig dosierter Heparin-Behandlung).
      • bei Magen- und Darmgeschwüren oder Magen-Darm-Blutungen in der Vorgeschichte.
      • bei eingeschränkter Leberfunktion.
      • bei eingeschränkter Nierenfunktion oder verminderter Herz- und Gefäßdurchblutung (z.B. Gefäßerkrankung der Nieren, Herzmuskelschwäche, Verringerung des Blutvolumens, größere Operationen, Blutvergiftung oder stärkere Blutungen): Acetylsalicylsäure kann das Risiko einer Nierenfunktionsstörung und eines akuten Nierenversagens weiter erhöhen.
      • vor Operationen (auch bei kleineren Eingriffen wie z.B. Ziehen eines Zahnes): es kann zur verstärkten Blutungsneigung kommen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt, wenn Sie das Arzneimittel eingenommen haben.
      • bei Patienten mit schwerem Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel: Acetylsalicylsäure kann einen beschleunigten Abbau bzw. Zerfall der roten Blutkörperchen oder eine bestimmte Form von Blutarmut bewirken. Dieses Risiko kann durch Faktoren wie z.B. hohe Dosierung, Fieber oder akute Infektionen erhöht werden.

    • Acetylsalicylsäure vermindert in niedriger Dosierung die Harnsäureausscheidung. Bei entsprechend gefährdeten Patienten kann dies unter Umständen einen Gichtanfall auslösen.
    • Wenn Sie sich schneiden oder verletzen, kann es eventuell etwas länger als sonst dauern, bis eine Blutung zum Stillstand kommt. Dies hängt mit der Wirkung des Präparates zusammen.
    • Kleinere Schnitte und Verletzungen (z.B. beim Rasieren) sind in der Regel ohne Bedeutung. Bei ungewöhnlichen Blutungen (an ungewöhnlicher Stelle oder von ungewöhnlicher Dauer) wenden Sie sich an Ihren Arzt.
    • Acetylsalicylsäure-haltige Arzneimittel sollen längere Zeit oder in höheren Dosen nicht ohne Befragen des Arztes angewendet werden.
    • Kinder und Jugendliche

      • Dieses Arzneimittel soll bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen (verschiedene Virusinfektionen, die sich auf den Körper auswirken und durch eine hohe Temperatur gekennzeichnet sind) nur auf ärztliche Anweisung und nur dann angewendet werden, wenn andere Maßnahmen nicht wirken. Acetylsalicylsäure kann bei einigen Kindern zur Entstehung des Reye-Syndroms beitragen. Das Reye-Syndrom ist eine sehr seltene Krankheit, die das Gehirn und die Leber angreift und tödlich sein kann. Wenn bei der Einnahme dieses Arzneimittels Verhaltensänderungen mit Übelkeit und Erbrechen auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, da diese Symptome ein frühes Anzeichen für das Reye-Syndrom sein könnten, das eine sofortige medizinische Behandlung erfordert.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

    • Das Arzneimittel sollte Ihre Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, nicht beeinträchtigen.

Schwangerschaft

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Wenn Sie die Behandlung mit Acetylsalicylsäure während der Schwangerschaft auf Anweisung des Arztes fortsetzen oder beginnen, dann verwenden Sie Acetylsalicylsäure wie von Ihrem Arzt empfohlen und nehmen Sie keine höhere Dosis als vorgeschrieben.
  • Schwangerschaft - drittes (letztes) Trimester

    • Nehmen Sie nicht mehr als 100mg Acetylsalicylsäure pro Tag ein, wenn Sie sich in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft befinden, da dies Ihr ungeborenes Kind schädigen oder Probleme bei der Geburt verursachen könnte. Es kann Nieren- und Herzprobleme bei Ihrem ungeborenen Kind verursachen. Es kann Ihre Blutungsneigung und die Ihres Kindes beeinflussen und dazu führen, dass der Geburtsvorgang später einsetzt oder länger andauert als erwartet.
    • Wenn Sie Acetylsalicylsäure in niedrigen Dosen (bis einschließlich 100mg pro Tag) einnehmen, benötigen Sie eine strenge geburtshilfliche Überwachung, wie von Ihrem Arzt empfohlen.

  • Schwangerschaft - erstes und zweites Trimester

    • Sie sollten Acetylsalicylsäure während der ersten 6 Monate der Schwangerschaft nicht einnehmen, sofern es nicht absolut notwendig ist und von Ihrem Arzt empfohlen wird. Wenn Sie während dieses Zeitraums behandelt werden müssen oder während Sie versuchen schwanger zu werden, sollte die Dosierung so niedrig wie möglich und über einen so kurzen Zeitraum wie möglich erfolgen. Wenn Sie Acetylsalicylsäure ab der 20. Schwangerschaftswoche für mehr als ein paar Tage einnehmen, kann dies bei Ihrem ungeborenen Kind Nierenprobleme verursachen, was zu einer verringerten Menge des Fruchtwassers, welches Ihr Kind umgibt, führen kann (Oligohydramnion) oder es kann zur Verengung eines Blutgefäßes (Ductus arteriosus) im Herzen Ihres Kindes kommen. Wenn Sie länger als ein paar Tage behandelt werden müssen, kann Ihr Arzt eine zusätzliche Überwachung empfehlen.
    • Regelmäßige oder hohe Dosen (mehr als 100 mg pro Tag) dieses Arzneimittels in der Spätschwangerschaft können zu schweren Komplikationen bei Mutter oder Kind führen.

  • Stillzeit

    • Stillende Frauen sollten Acetylsalicylsäure nur auf Anraten ihres Arztes einnehmen.
    • Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über.
    • Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird bei Anwendung einer Tagesdosis von bis zu 150mg eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein. Bei Einnahme höherer Dosen (über 150mg Tagesdosis) sollte abgestillt werden.

Hinweise

Bei anhaltenden Beschwerden oder Fragen zur Anwendung wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

ASS 100 ADGC® 100 mg Tabletten sind apothekenpflichtig und können in Ihrer Versandapotheke erworben werden.

Hersteller:  Zentiva Pharma GmbH, Linkstraße 2

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