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PZN: 04351682
Hersteller: ALIUD Pharma GmbH
Darreichung Filmtabletten

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Produktdetails

Anwendungsgebiet

  • Das Präparat enthält den Wirkstoff Benazepril. Es gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die ACE-Hemmer genannt werden (Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer). Diese Arzneimittel führen zur Entspannung und Erweiterung der Blutgefäße. Dadurch senken sie den Blutdruck und führen zur Verbesserung der Herzleistung, das Blut in die anderen Körperbereiche zu pumpen.
  • Es wird angewendet zur Behandlung von:

    • Bluthochdruck (Hypertonie).
    • einer Erkrankung, bei der das Herz nicht ausreichend Blut in den Körper pumpen kann (kongestive Herzinsuffizienz).

  • In Fällen von schwerer Herzleistungsschwäche wird das Präparat in Kombination mit „Wassertabletten" (Diuretika) und Digoxin (herzwirksamen Glykosiden) angewendet.

Wirkstoffe / Inhaltsstoffe / Zutaten

5 mg Benazepril hydrochlorid
4.6 mg Benazepril
Croscarmellose, Natriumsalz Hilfstoff (+)
Eisen (III) hydroxid oxid x-Wasser Hilfstoff (+)
Hypromellose Hilfstoff (+)
76 mg Lactose 1-Wasser Hilfstoff (+)
Macrogol 8000 Hilfstoff (+)
Maisstärke, vorverkleistert Hilfstoff (+)
Rizinusöl, hydriert Hilfstoff (+)
Talkum Hilfstoff (+)
Titan dioxid Hilfstoff (+)
1 mmol Gesamt Natrium Ion Hilfstoff (+)
Gesamt Natrium Ion Hilfstoff (+)

Gegenanzeigen

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,

    • wenn Sie allergisch gegen Benazeprilhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
    • wenn Sie allergisch gegen einen anderen ACE-Hemmer (z. B. Enalapril, Lisinopril, Ramipril) sind,
    • wenn Sie in der Vergangenheit jemals an einer schweren Reaktion mit Anschwellung von Haut und Schleimhaut, besonders im Gesicht- Mund- und Rachenbereich gelitten haben (Angioödem) infolge einer früheren Behandlung mit einem ACE-Hemmer oder ohne jegliche Arzneimittelbehandlung (hereditäres Angioödem),
    • wenn Ihre Nierenarterien verengt sind (bilaterale renale Arterienstenose),
    • wenn Sie eine Nierentransplantation erhalten haben,
    • wenn Ihre Herzklappen verengt sind (Aorten- oder Mitralklappenstenose), eine Erkrankung, die den Ausfluss des Blutes aus dem Herzen behindert,
    • wenn Ihr Herzmuskel ungewöhnlich stark verdickt ist (hypertrophe Kardiomyopathie),
    • wenn Ihr Körper zu viel Aldosteron produziert, ein Hormon, das den Blutdruck erhöht (primärer Hyperaldosteronismus),
    • wenn Sie mehr als drei Monate schwanger sind. (Es wird empfohlen, das Präparat auch in der frühen Phase der Schwangerschaft nicht anzuwenden, (siehe Kategorie Schwangerschaftshinweis)
    • wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden.
    • wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer chronischen Herzschwäche bei Erwachsenen, eingenommen haben oder einnehmen, weil sich dadurch das Risiko eines Angioödems (schnelle Schwellung unter der Haut z.B. im Rachenbereich) erhöht.

Dosierung

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

    • Patienten mit Bluthochdruck

      • Ihr Arzt wird Ihnen die Einnahme von 10 bis 20 mg Benazeprilhydrochlorid pro Tag verordnen, entweder als Einzeldosis morgens oder aufgeteilt in zwei Dosen morgens und abends.
      • Die maximale tägliche Dosis beträgt 40 mg Benazeprilhydrochlorid.

    • Patienten mit Herzleistungsschwäche

      • Sie sollten mit 2,5 mg Benazeprilhydrochlorid einmal täglich morgens die Behandlung beginnen. Bei Bedarf kann die Dosis nach 2 bis 4 Wochen auf 5 mg Benazeprilhydrochlorid täglich erhöht werden. Diese Dosis kann entweder morgens eingenommen werden oder in zwei Dosen aufgeteilt werden (jeweils 2,5 mg Benazeprilhydrochlorid morgens und abends).
      • Die maximale Tagesdosis beträgt 20 mg Benazeprilhydrochlorid.

    • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

      • Unter bestimmten Bedingungen (wenn die Kreatinin-Clearance weniger als 30 ml/min beträgt) wird Ihr Arzt die Dosis reduzieren. In diesem Fall sollten Sie nicht mehr als 10 mg Benazeprilhydrochlorid pro Tag einnehmen.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten

    • Wenn Sie versehentlich zu viele Filmtabletten eingenommen haben wenden Sie sich sofort an einen Arzt oder die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses. Die Symptome einer Überdosierung beinhalten niedrigen Blutdruck, Schock, Bewusstlosigkeit, verlangsamter Herzschlag, Veränderungen im Salzhaushalt (Elektrolytstörungen), Flüssigkeitsmangel und Nierenversagen.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben

    • Machen Sie sich keine Sorgen. Lassen Sie einfach die Dosis komplett aus und nehmen Sie die nächste Dosis zum üblichen Zeitpunkt ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, um die vergessene Dosis auszugleichen.

 

  • Wenn Sie die Behandlung abbrechen

    • Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt!

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Einnahme

  • Sie können die Filmtabletten zum Essen oder ohne eine Mahlzeit mit einer ausreichenden Menge Wasser einnehmen (z. B. ein Glas Wasser).

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Präparat einnehmen.
    • Schwangerschaft

      • Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten). Die Einnahme des Arzneimittels in der frühen Phase der Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und es darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann (siehe Kategorie „Schwangerschaftshinweis").

    • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, falls Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden oder dies früher einmal bei Ihnen der Fall war:

      • Ihr Arzt wird Sie besonders sorgfältig überwachen, wenn Sie unter einer der folgenden Erkrankungen oder Beschwerden leiden:

        • Kollagenerkrankung mit Gefäßbeteiligung (eine systemische Autoimmunerkrankung, z. B. systemischer Lupus erythematodes oder Sklerodermie).
        • Durchfallerkrankung (Diarrhö).
        • Erbrechen.
        • schwerer Renin-abhängiger Bluthochdruck (eine besondere Form des Bluthochdrucks).
        • verminderter Blutfluss zum Herzen (Ischämie, z. B. koronare Herzerkrankung oder Angina pectoris).
        • verminderter Blutfluss zum Gehirn (zerebrovaskuläre Erkrankung).
        • schwere Herzinsuffizienz.
        • eingeschränkte Nierenfunktion.
        • Verengung der Nierenarterien (renale Arterienstenose).
        • sehr hoher Blutdruck.
        • vermindertes Blutvolumen.
        • Dehydration (übermäßiger Verlust von Körperwasser).

      • Ihr Arzt wird Sie besonders sorgfältig überwachen, falls bei Ihnen eine der folgenden Behandlungen angewendet wird:

        • „Wassertabletten" (Diuretika, Arzneimittel, die die Wassermenge, die von Ihnen im Urin ausgeschieden wird, erhöht).
        • salzarme Ernährung.
        • wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

          • einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet - z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.
          • Aliskiren.

      • Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.
      • Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen kann das Risiko eines Angioödems (rasche Schwellung unter der Haut in Bereichen wie dem Rachen) erhöht sein:

        • Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall,
        • Arzneimittel, die zur Verhinderung der Abstoßung von transplantierten Organen oder zur Krebsbehandlung eingesetzt werden (z.B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus).
        • Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes.

      • Niedriger Blutdruck

        • Wenn Ihr Blutdruck zu stark abfällt, sollten Sie sich hinlegen. Wenn dieser Zustand andauert, sollten Sie Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen.

      • Dialyse/Cholesteroldialyse (LDL-Apherese)

        • Das Präparat kann allergische (anaphylaktische) Reaktionen bei Patienten unter einem speziellen Dialyseverfahren hervorrufen.

      • Desensibilisierung mit Insektengift

        • Wenn Sie sich momentan einer Desensibilisierungs-Therapie mit Insektengift unterziehen, sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt halten, da über lebensbedrohliche allergische Reaktionen berichtet wurde.

      • Infektionen

        • Sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt, wenn Sie irgendwelche Anzeichen einer Infektion bei sich bemerken (z. B. örtlich begrenzte Hautrötung, Hitze, Schwellung und Schmerzen).

      • Proteinurie

        • Erhöhte Spiegel von Eiweiß im Urin (Proteinurie) können während der Behandlung mit Benazepril auftreten, besonders, wenn Sie Nierenprobleme haben oder falls Sie relativ hohe Dosen dieses Arzneimittels einnehmen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

      • Lebererkrankungen

        • Wenn Sie eine Gelbsucht entwickeln (Gelbfärbung der Haut und des Weißes im Auge) oder eine Leberentzündung (Hepatitis), sollten Sie die Einnahme beenden und sofort Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen.

      • Ethnische Unterschiede

        • Wie bei anderen ACE-Hemmern kann es sein, dass das Präparat bei dunkelhäutigen Patienten weniger wirksam ist. Diese Patienten haben auch ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von allergischen Reaktionen.

      • Operationen/Anästhesie

        • Bitte teilen Sie Ihrem Arzt vor jeder Operation mit, dass Sie mit Benazepril behandelt werden, da Ihr Blutdruck während einer Operation abfallen kann.

      • Diabetes

        • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Diabetes haben und mit Antidiabetika zum Einnehmen oder mit Insulin behandelt werden. Ihre Blutzuckerwerte sollten engmaschig überwacht werden.

      • Husten

        • Während der Behandlung mit ACE-Hemmern wurde über das Auftreten von Husten berichtet. Üblicherweise wird der Husten als nicht produktiv (Reizhusten), anhaltend und nach dem Absetzen der Behandlung rückgängig beschrieben.

      • Ältere Menschen

        • Ihr Arzt wird Sie sorgfältig auf einen Abfall des Blutdrucks hin überwachen, wenn Sie älter als 65 Jahre alt sind.

      • Kinder und Jugendliche

        • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten das Präparat nicht einnehmen, da Sicherheit und Wirksamkeit von Benazepril in dieser Patientengruppe nicht bekannt sind.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

    • Wenn Sie Fahrzeuge führen oder Maschinen bedienen wollen, sollten Sie bedenken, dass Schwindel oder Müdigkeit gelegentlich auftreten können. Falls Sie davon betroffen sind, sollten Sie nicht Autofahren und keine Maschinen bedienen.

Schwangerschaft

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft

    • Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten). In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, das Präparat vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von Benazepril in der frühen Schwangerschaft wird nicht empfohlen und Benazepril darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

  • Stillzeit

    • Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Das Stillen von Neugeborenen (in den ersten Wochen nach der Geburt) und besonders von Frühgeburten wird nicht empfohlen, wenn Sie das Arzneimittel einnehmen.
    • Bei älteren Säuglingen sollte der Arzt Sie über Nutzen und mögliche Schäden der Anwendung von Benazepril in der Stillzeit im Vergleich zu Behandlungsalternativen aufklären.

Hinweise

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Benazepril AL 5mg sind apothekenpflichtig und können in Ihrer Versandapotheke erworben werden.

Hersteller:  ALIUD Pharma GmbH, Gottlieb-Daimler-Straße 19

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