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Produktdetails
Anwendungsgebiet
- Das Präparat ist ein Glaukommittel, das einen Carboanhydrase-Hemmstoff enthält.
- Es wird angewendet:
- 1. Es wird als zusätzliches Arzneimittel in Kombination mit anderen Augeninnendruck senkenden, lokal angewendeten Arzneimitteln (außer Carboanhydrase-Hemmern) empfohlen, wenn die Monotherapie mit diesen Arzneimitteln oder eine andere nebenwirkungsärmere lokale Therapie keine ausreichende Senkung des Augeninnendrucks erzielt hat, oder wenn eine lokale Therapie nicht durchführbar ist.
- 2. In diesen Fällen ist das Arzneimittel zur Behandlung des primären chronischen Weitwinkelglaukoms (Offenwinkelglaukoms), zur präoperativen Kurzzeitbehandlung des akuten Winkelblockglaukoms zusammen mit Miotika und Osmotika, zur Behandlung von Sekundärglaukom, sowie nach Katarakt- und Glaukomoperationen zu empfehlen, um einem Anstieg des Augeninnendrucks vorzubeugen.
Wirkstoffe / Inhaltsstoffe / Zutaten
250 mg Acetazolamid
Alginsäure Hilfstoff (+)
Calcium hydrogenphosphat 2-Wasser Hilfstoff (+)
Cellulose, mikrokristallin Hilfstoff (+)
Gelatine Hilfstoff (+)
Glycerol 85% Hilfstoff (+)
Magnesium stearat Hilfstoff (+)
Maisstärke Hilfstoff (+)
Povidon K30 Hilfstoff (+)
Talkum Hilfstoff (+)
Gegenanzeigen
- Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Acetazolamid (Sulfonamidallergie) oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
- bei erniedrigtem Natrium- und Kaliumspiegel im Serum
- bei Übersäuerung des Blutes (Azidose) aufgrund einer erhöhten Chloridkonzentration
- bei schweren Nieren- und Lebererkrankungen einschließlich Zirrhose
- bei Nebenniereninsuffizienz
- bei Hyperkalziurie (gesteigerter Kalziumausscheidung)
- bei Nephrokalzinose (Ablagerung von Kalksalzen im Nierengewebe)
- wenn Sie eine Langzeitbehandlung für eine spezielle Form des Glaukoms (chronisches nichtkongestives Glaukom mit geschlossenem Kammerwinkel) erhalten, weil eine Verschlechterung dieses Glaukoms durch den erniedrigten Augeninnendruck möglicherweise nicht zu erkennen ist
- bei Schwangerschaft und während der Stillzeit
Dosierung
- Nehmen Sie das Präparat immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
- Bei primärem chronischem Weitwinkelglaukom, Sekundärglaukom und nach Katarakt- und Glaukomoperation 1/2 bis 1 Tablette (125 - 250 mg) ein- bis zweimal täglich einnehmen.
- Bei einem akuten Glaukomanfall mit 2 Tabletten (500 mg) beginnen und dann alle 4 Stunden 1/2 bis 1 Tablette einnehmen. Die Dosis wird entsprechend dem intraokularen Druckverlauf allmählich reduziert.
- Wie lange sollten Sie das Arzneimittel einnehmen?
- Die Dauer der Anwendung bestimmt der behandelnde Arzt.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.
- Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
- Bei Verdacht auf eine Überdosierung benachrichtigen Sie bitte umgehend Ihren Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere einer Überdosierung über die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden.
- Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
- Wurde die Einnahme einmal vergessen, holen Sie diese so bald wie möglich nach und halten Sie sich dann wieder an Ihr reguläres Dosierschema. Wird es nicht entsprechend der Dosierungsanleitung eingenommen oder häufiger vergessen, ist der Behandlungserfolg in Frage gestellt.
Einnahme
- Zum Einnehmen.
- Die Tabletten werden mit Flüssigkeit in der Regel zu den Mahlzeiten eingenommen.
Patientenhinweise
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Präparat einnehmen. Sie müssen alle von Ihrem Arzt angeordneten Kontrolltermine für Blutuntersuchungen und andere Untersuchungen unter allen Umständen einhalten.
- Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist geboten, wenn Sie
- Probleme mit den Nieren, wie z.B. Nierensteine, haben oder hatten
- Lungenprobleme, wie z.B. chronische Bronchitis oder Emphysem, die Atembeschwerden verursachen, haben
- Diabetes oder Probleme mit dem Blutzuckerspiegel haben
- schon etwas älter sind
- an Gicht leiden
- wenn bei Ihnen in der Vergangenheit nach der Einnahme von Acetazolamid Lungen- oder Atembeschwerden (Flüssigkeit in der Lunge) aufgetreten sind
- Eine Verminderung des Sehvermögens oder Augenschmerzen können Symptome einer Flüssigkeitsansammlung in der Gefäßschicht des Auges (Aderhauterguss oder Aderhautabhebung) sein. Dies kann innerhalb von Stunden nach der Einnahme eintreten. Sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt, wenn bei Ihnen diese Symptome auftreten.
- Bei einer geringen Anzahl von Patienten, die mit Antiepileptika wie Acetazolamid behandelt wurden, traten Gedanken über Selbstverletzung oder Suizid auf. Bitte kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt solche Gedanken bemerken.
- Wenn bei Ihnen nach der Einnahme Kurzatmigkeit oder Atembeschwerden auftreten, suchen Sie sofort einen Arzt auf.
- Beachten Sie bitte:
- Zur Verhinderung einer Schwangerschaft müssen Sie während der Behandlung mit diesem Arzneimittel angemessene Schwangerschaftsverhütungsmethoden anwenden.
- Während der Behandlung sollte regelmäßig die Salzkonzentration im Blut überprüft werden.
- Während der Behandlung sollten regelmäßig Ihre Leber- und Nierenwerte überprüft werden.
- Wenn Sie Blut- oder Urinproben abgeben, müssen Sie jedes Mal angeben, dass Ihnen dieses Präparat verschrieben wurde. Es könnte einen Einfluss auf die Testergebnisse haben.
- Bei Langzeittherapie mit Acetazolamid ist der Kaliumspiegel zu kontrollieren.
- Die Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
- Kinder und ältere Menschen
- Eine Behandlung ist bei Kindern und älteren Patienten (ab 65 Jahren) sorgfältig abzuwägen, da bisher noch keine spezifischen Erfahrungen mit diesen Patienten vorliegen. Eine Anwendung von Acetazolamid bei Kindern kann Wachstumsverzögerungen hervorrufen.
- Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
- Kommt es infolge von Blutdrucksenkung zu Durchblutungsstörungen im Gehirn sowie zu Müdigkeit bzw. Sehstörungen, so kann Ihr Reaktionsvermögen soweit verändert werden, dass die Fähigkeit der aktiven Teilnahme im Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird.
- Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Fahren Sie nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine elektrischen Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt! Beachten Sie besonders, dass Alkohol Ihre Verkehrstüchtigkeit noch weiter verschlechtert!
Schwangerschaft
- Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
- Wegen keimschädigender Wirkung im Tierversuch (Ratte, Maus, Hamster) soll Acetazolamid in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden.
- Während Sie mit des Präparat behandelt werden, müssen Sie geeignete Verhütungsmaßnahmen anwenden.
Hinweise
Glaupax 250mg sind apothekenpflichtig und können in Ihrer Versandapotheke erworben werden.