Produkthinweise
- Arzneimittel zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhetikum vom Ester-Typ)
- Vielfältige neuraltherapeutische Einsatzmöglichkeiten
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Produktdetails
Anwendungsgebiet
Procain Loges 1% Injektionslösung Ampullen sind ein Arzneimittel zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhetikum vom Ester-Typ). Procain Loges 1% Injektionslösung Ampullen ist angezeigt zur intracutanen Anwendung an der gesunden Haut im Rahmen neuraltherapeutischer Anwendungsprinzipien.
Wirkungsweise
Als Regulationsverfahren mit Einflussnahme auf zahlreiche Regelkreise des Organismus spielt die Neuraltherapie eine wichtige Rolle im naturheilkundlichen Therapie-Spektrum. Beschwerden, die auf Dysbalancen des nervalen, hormonellen, muskulären oder lymphatischen Systems beruhen, können mit großem Erfolg neuraltherapeutisch gelindert werden. Aber auch Erkrankungen des Skelettes und der Verdauungs- und Ausscheidungsorgane werden positiv beeinflusst. Es ergibt sich ein breiter Fächer von Einsatzmöglichkeiten:
-Procain Loges 1% Injektionslösung Ampullen bietet zahlreiche Einsatzmöglichkeiten im Rahmen der Neuraltherapie.
-Procain Loges 1% Injektionslösung Ampullen fällt als 1%ige Lösung ohne Zusatz weiterer Wirkstoffe zur intracutanen Anwendung an der gesunden Haut nicht unter die Verschreibungspflicht.
Wirkstoffe / Inhaltsstoffe / Zutaten
Procain Loges 1% Injektionslösung Ampullen enthält:
1 ml Injektionslösung enthält den Wirkstoff: Procainhydrochlorid 10 mg
Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke, Salzsäure 10 % zur pH-Wert-Einstellung.
Gegenanzeigen
Procain Loges 1% Injektionslösung Ampullen darf nicht angewendet werden:
- wenn eine Überempfindlichkeit (Allergie) gegenüber Procain, anderen Lokalanästhetika vom Ester-Typ, Sulfonamiden (bestimmte Gruppe von Antibiotika), Benzoesäure (Parabene) oder einem der sonstigen Bestandteile besteht,
- bei bekanntem Mangel an einer bestimmten körpereigenen Substanz (Pseudocholinesterase) mit der Folge eines erheblich verlangsamten Abbaus von Procain,
- zur Einspritzung in Schlagadern (Arterien), in die Umgebung der äußeren Hüllhaut des Zentralnervensystems (epidural) oder in den Wirbelkanal (spinal).
Dosierung
Anwendungsempfehlung von Procain Loges 1% Injektionslösung Ampullen:
Procain Loges 1% Injektionslösung Ampullen wird im Allgemeinen durch einen Arzt oder medizinisches Fachpersonal angewendet. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich über die Anwendung nicht ganz im Klaren sind. Arten der Anwendung:
Procain Loges 1% Injektionslösung Ampullen wird im Rahmen der Neuraltherapie in die gesunde Haut (intracutan) injiziert.
Procain Loges 1% Injektionslösung Ampullen sollte nur von Personen mit entsprechenden Kenntnissen zur erfolgreichen Durchführung der Neuraltherapie gespritzt werden. Grundsätzlich gilt, dass bei kontinuierlicher Anwendung nur niedrig konzentrierte Lösungen von Procain angewandt werden. Eine wiederholte Anwendung dieses Arzneimittels kann aufgrund einer Tachyphylaxie (rasche Toleranzentwicklung gegenüber dem Arzneimittel) zu reversiblen Wirkungseinbußen führen. Die Injektionslösung ist nur zur einmaligen Entnahme vorgesehen. Die Anwendung muss unmittelbar nach Öffnung des Behältnisses erfolgen. Nicht verbrauchte Reste sind zu verwerfen. Grundsätzlich gilt, dass nur die kleinste Dosis verabreicht werden darf, mit der die gewünschte ausreichende Nervenblockade erreicht wird. Die Dosierung ist entsprechend den Besonderheiten des Einzelfalls individuell vorzunehmen. Als Einzeldosis für Jugendliche über 15 Jahren und Erwachsene mit einer durchschnittlichen Körpergröße gilt folgende Empfehlung für Procain Loges 1% Injektionslösung Ampullen: Hautquaddeln pro Quaddel bis zu 10 mg, entsprechend 1 ml Lösung. Die empfohlene Maximaldosis bei einzeitiger Anwendung in Geweben, aus denen eine schnelle Aufnahme von Arzneistoffen erfolgt, beträgt 500 mg Procain (entsprechend 50 ml Procain Loges 1% Injektionslösung Ampullen). Bei Anwendung im Kopf-, Hals- und Genitalbereich beträgt die empfohlene einzeitige Maximaldosis 200 mg Procain (innerhalb von 2 Stunden). Bei Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen (Gefäßverschlüssen, Gefäßverhärtungen und -verengungen [Arteriosklerose] oder Nervenschädigung bei Zuckerkrankheit) ist die Dosis ebenfalls um ein Drittel zu verringern. Bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion können besonders bei wiederholter Anwendung erhöhte Plasmaspiegel auftreten. In diesen Fällen wird ebenfalls ein niedrigerer Dosisbereich empfohlen. Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von procain-Loges® 1 % Injektionslösung zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Procain Loges 1% Injektionslösung Ampullen angewendet haben, als Sie sollten:
a) Symptome einer Überdosierung
Procain Loges 1% Injektionslösung Ampullen wirkt in niedrigen schädigenden Dosierungen als Stimulans am zentralen Nervensystem, in hohen schädigenden Dosisbereichen gegensätzlich.
Die Procainhydrochlorid-Vergiftung verläuft in 2 Phasen:
Sie werden unruhig, klagen über Schwindel, akustische und visuelle Störungen sowie Kribbeln, vor allem an Zunge und Lippenbereich.
Die Sprache ist verwaschen, Schüttelfrost und Muskelzuckungen sind Vorboten eines drohenden den ganzen Körper betreffenden Krampfanfalls. Bei fortschreitender Vergiftung des zentralen Nervensystems kommt es zu einer zunehmenden Funktionsstörung des Hirnstammes mit den Symptomen Atemeinschränkung und Koma bis hin zum Tod.
b) Notfallmaßnahmen und Gegenmittel werden durch den behandelnden Arzt entsprechend der Krankheitszeichen sofort eingeleitet werden.
Dauer der Anwendung:
Ihr Arzt entscheidet, wie lange Procain Loges 1% Injektionslösung Ampullen anzuwenden ist.
Einnahme
- Das Präparat wird in Abhängigkeit von der erforderlichen Nervenblockade in die Haut (intrakutan) eingespritzt.
- Es sollte nur von Personen mit entsprechenden Kenntnissen zur erfolgreichen Durchführung der jeweiligen Anwendungen gespritzt werden.
Patientenhinweise
- Besondere Vorsicht bei der Anwendung ist erforderlich,
- falls Sie an einer
- bestimmten Form der Muskelschwäche (Mysthenia gravis)
- Störung des Herz-Reizleitungssystems
- Herzmuskelschwäche leiden oder
- die Injektion in ein entzündetes Gebiet vorgenommen werden soll.
- Der anwendende Arzt wird vor der Anwendung grundsätzlich auf eine gute Auffüllung des Kreislaufs achten, eine sorgfältige Kreislaufüberwachung vornehmen und alle Maßnahmen zur Beatmung, Therapie von Krampfanfällen und zur Wiederbelebung zur Verfügung haben.
- Ferner muss der Arzt von Ihnen erfahren, ob bei Ihnen eine allergische Reaktion auf andere Arzneistoffe aufgetreten ist, die chemisch mit Procain verwandt sind, da es dann zu einer allergischen Reaktion auf Procain kommen kann (Paragruppenallergie). Dies können z. B. sein Sulfonamide (bestimmte Gruppe von Antibiotika), orale Antidiabetika (Mittel bei Zuckerkrankheit), bestimmte Farbstoffe, Röntgenfilmentwickler oder andere Mittel zur örtlichen Betäubung.
- Wenn bei Ihnen Procain nur äußert langsam abgebaut werden kann, weil eine bestimmte Körpersubstanz nicht so aktiv ist (Pseudocholinesterase-Mangel), können Nebenwirkungen durch Procain eher auftreten.
- Bei Anwendung im Hals-Kopf-Bereich besteht ein höherer Gefährdungsgrad, weil das Risiko für Vergiftungserscheinungen im Zentralnervensystem erhöht ist.
- Zur Vermeidung von Nebenwirkungen sollten folgende Punkte beachtet werden:
- in bestimmten Fällen vor der Anwendung von Procain zusätzlich einen Tropf anlegen
- Dosierung so niedrig wie möglich wählen
- in der Regel keinen gefäßverengenden Zusatz verwenden
- korrekte Lagerung des Patienten beachten
- vor Einspritzung sorgfältig in zwei Ebenen ansaugen (Drehung der Kanüle)
- Vorsicht bei Injektion in infizierte Bereiche aufgrund verstärkter Aufnahme bei herabgesetzter Wirksamkeit
- Injektion langsam vornehmen
- Blutdruck, Puls und Pupillenweite kontrollieren
- allgemeine und spezielle Gegenanzeigen sowie Wechselwirkungen mit anderen Mitteln beachten
- Es ist zu beachten, dass unter Behandlung mit Blutgerinnungshemmern (Antikoagulanzien, wie z. B. Heparin), nichtsteroidalen Antirheumatika oder Plasmaersatzmitteln nicht nur eine versehentliche Gefäßverletzung im Rahmen der Schmerzbehandlung zu ernsthaften Blutungen führen kann, sondern das allgemein mit einer erhöhten Blutungsneigung gerechnet werden muss. lassen Sie deshalb entsprechende Laboruntersuchungen vor der Anwendung des Arzneimittels durchführen. Gegebenenfalls ist die gerinnungshemmende Behandlung zeitg genug abzusetzen.
- Eine Anwendung bei gleichzeitiger Vorsorgetherapie zur Vermeidung von Thrombosen mit niedermolekularem Heparin sollte nur unter besonderer Vorsicht durchgeführt werden.
- Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren:
- Für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren liegen keine Anwendungserfahrungen vor, aus denen allgemeine Dosierungsempfehlungen abgeleitet werden können.
- falls Sie an einer
- Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
- Lassen Sie von Ihrem Arzt im Einzelfall entscheiden, ob Sie aktiv am Straßenverkehr teilnehmen dürfen, Maschinen bedienen oder Arbeiten ohne sicheren Halt durchführen können.
Schwangerschaft
- Schwangerschaft
- Lassen Sie das Präparat in der Schwangerschaft nur anwenden, wenn Ihr Arzt es für unbedingt erforderlich hält.
- Stillzeit
- Procainhydrochlorid tritt in die Muttermilch über. Bei kurzfristiger Anwendung wird eine Unterbrechung des Stillens jedoch nicht erforderlich sein. Ist eine wiederholte Behandlung oder eine Behandlung mit höheren Dosen erforderlich, sollten Sie abstillen.
Hinweise
Procain Loges 1% Injektionslösung Ampullen sind apothekenpflichtig und können in Ihrer Versandapotheke erworben werden.